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Führt Trump den Goldstandard wieder ein?

7.4.2018  Von Marco Maier   https://www.contra-magazin.com/

Präsident Nixon schaffte den Goldstandard ab, um unbegrenzt Dollars drucken lassen zu können. Donald Trump könnte dies wieder rückgängig machen. Doch kommt es tatsächlich so weit?

Es ist weithin bekannt, dass US-Präsident Donald Trump ein Verfechter des Goldstandards ist, der bis zum Jahr 1971 Gültigkeit hatte und durch Präsident Nixon aufgehoben wurde, um so die Finanzierung des Vietnam-Krieges sicherzustellen. Trump hatte bereits in der Vergangenheit immer wieder die Wiedereinführung gefordert, weil er der Ansicht ist, dass dies der US-Wirtschaft dienlicher sei. 

Allerdings wäre eine Voll-Deckung des US-Dollars mit den Goldreserven der Federal Reserve kaum machbar – der Goldpreis müsste dabei auf mehrere zehntausend Dollar steigen. Selbst bei einer Teildeckung wäre die Konsequenz ein Goldpreis von bis zu 20.000 Dollar je Unze. Bei Goldreserven von offiziell 8.133,5 Tonnen (also rund 261,5 Millionen Unzen) und einer Bargeldmenge (Banknoten und Münzen) von rund 3,85 Billionen – also 3.850 Milliarden – Dollar wird dies deutlich sichtbar.

Aber: Wie die Seite "Legitim" berichtet, reichte der republikanische Abgeordnete Alex C. Mooney aus West Virginia einen Gesetzesentwurf (H.R. 5404) ein, der die Goldbindung des US-Dollars einfordert. Denn seit Gründung der Fed im Jahr 1913 (was für ihn der Gleichsetzung mit dem Ende des Goldstandards gleichkommt) habe die US-Währung 96 Prozent seines Werts verloren, alleine seit dem Jahr 2000 seien es dreißig Prozent gewesen. Er will die Kontrolle der Geldmenge an den Markt anstatt an die Federal Reserve geben.

Allerdings gilt es als unwahrscheinlich, dass der US-Dollar erneut an das Gold gebunden wird (obwohl er das de facto mit einer Summe von 42,22 Dollar je Unze immer noch ist). In der "Presse" wurde dies von Nikolaus Jilch in einem Artikel auf den Punkt gebracht: "So eine theoretische neue Golddeckung setzt nämlich einen politisch kontrollierten Fixpreis für eine Unze Gold voraus. Selbst wenn dieser Preis sehr hoch angesetzt wird, etwa bei 10.000 Dollar pro Unze – das System könnte nicht lange funktionieren. Denn die US-Notenbank würde ja die Eintauschbarkeit von 10.000 Dollar gegen eine Unze Gold garantieren. Sobald aber der freie Marktpreis für Gold über 10.000 Dollar steigt, würde das Papiergeld rasant in die USA zurückfließen, während Gold abfließt, das auf dem freien Markt (etwa in Europa) zu einem höheren Preis in Geld (etwa Euros) getauscht werden kann."

Wenn, dann müsste faktisch die ganze Welt zum Goldstandard zurückkehren – außer die USA schaffen die freie Konvertibilität des US-Dollars ab, so dass der "Gold-Dollar" nur noch in den Vereinigten Staaten zirkuliert. Damit würde aber auch das US-Imperium zusammenbrechen, da dieses nur infolge der aktuellen Geld- und Finanzpolitik aufrechterhalten werden kann. Das wird der US-amerikanische "deep state" nicht zulassen. Sollte Donald Trump tatsächlich etwas in diese Richtung unternehmen, wäre ihm ein ähnliches Schicksal gewiss, welches John F. Kennedy ereilte – denn dieser stellte sich ebenfalls gegen die Fed.

 

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