Blog Hydroponik

Wie bereite ich Steinwolle für meine Hydroponik-Zucht vor?

Autor: Henning Menken
Quelle: http://blog.growfix.de/2011/05/wie-bereite-ich-steinwolle-fur-meine-hydroponic-zucht-vor/

Hallo Liebe Hydrofreunde,
 
Hier im Tutorial erläutere ich mal in kurzen Worten, die Vorbereitung einer Steinwollzucht, eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete! Diese Bedienungsanleitung ist nur eine Möglichkeit von vielen, aber unserer Meinung einer der effektivsten.
 
Als erstes wählt ihr eure Steinwollmedien von Grodan oder Cultilene aus, sind beides sehr gute Steinwollsubstrate. Beachtet dass ihr nicht gleich auf die großen Steinwollmatten die Pflanzen versucht gewaltsam darin wachsen zu lassen, was langsam kommt bleibt auch lange und schnelles ist auch wieder schnell weg.
 
Entweder mit Steinwollblöcken anfangen oder Kulturblöcken mit Growcubes. Überwiegend wird die erste Variante genutzt. Zunächst wird eine kleine Wanne oder Eimerbehälter benötigt und muss mit Wasser gefüllt werden.
 
Etwas Wurzelstimulator wie Canna Rhizotonic schadet nicht als Vorbuffer und ganz Wichtig den pH-Wert auf 5.0 pH runter regulieren, weil durch Steinwolle sich der pH-Wert innerhalb von 24 Std. drastisch erhöht.
 
Ob ihr jetzt halt Steinwollwürfel oder Kulturblöcke sowie sämtliche anderen Steinwollsubstrate nutzt, es verhält sich alles gleich.
Steinwollwürfel im Wasserbehälter
Steinwolle
Durch das Einweichen, fällt einen die Arbeit auch etwas leichter, weil man einfach merkt dass die Steinwolle nicht mehr Hart und sich verschlossen anfühlt. Ist sehr Wichtig bei der Förderung des Wurzelwachstums, dass zum Beispiel kein Spinat entsteht. Beachtet halt nur dass ihr jetzt wie auf der Abbildung bei 30 Würfel nicht mehr wie 5 Liter im Tank z.b. habt und dass hier halt den pH Wert auf 5.0 runter regulieren müsst, mit pH Minus Wuchs ist bevorzugt. Am nächsten Tag zeigt sich ein anderer Wert, siehe unten im Bild.
 
pH wert erhöht sich um 1.0 mehr
ph wert höher
Da sieht man ganz genau, dass es gleich um 1.0 pH nach Oben gegangen ist, daher dann auch mindestens 24 Std. einweichen lassen. Somit ist man auf der sicheren Seite. Bei Steinwollmatten würde ich eine ordentliche Spülung vorschlagen, damit das Medium schön gebuffert ist vom Dünger. Aber durch diese Vorarbeit, kann man schon einiges entgegen wirken. So kann dass dann im Endergbnis aussehen, die Strawberry Hydroponic kann dann los starten.
 
Hydroponische Erdbeeren
Erdbeeren auf Steinwolle
Lasst es euch schmecken!
 
Euer Growfix Team

Hydroponik, Aeroponik & Aquaponik

Autor: Harry Pilawski
Quelle: https://hydroponik.eu/

zur Aeroponik
zur Aquaponik

Was ist Hydroponik?

Hydroponik kommt aus dem englischen (hydroponics) und ist definiert als: Die Praxis Pflanzen ohne Erde in einer wässrigen Nährflüssigkeit zu kultivieren.

Abbildung: Skizze eines Hydroponiksystemes mit "Ebbe und Flut - Technik"
Abbildung: Skizze eines Hydroponiksystemes mit „Ebbe und Flut – Technik“

Hydroponik leitet sich ab von „Hydro“ (griechisch Wasser) und „Ponos“ (griechisch Arbeit des Wassers). Diese Technik wurde das erste Mal wissenschaftlich von Dr. W. F. Gericke in den 1930er beschrieben. Sein Ziel war es, Pflanzen unabhängig vom Erdboden zu kultivieren.

Im Prozess des hydroponischen Gärtnerns befinden sich die Wurzeln von Pflanzen (meistens Gemüse, Früchte oder Blumen) in einem inerten Substrat aus anorganischem (Tonkugeln, Steinwolle und andere Gesteinsarten) oder organischem Material (Torfgranulat, Kokosnuss-Chips, Sägemehl usw.).

Dieses Substrat wird kontinuierlich oder periodisch von nährstoffreichem Wasser (Nährmedium) durchtränkt. Das Nährmedium kann durch Bewässerungssysteme unterschiedlicher Geometrie fließen (wie PVC-Rohre) und wird meist künstlich hergestellt (natürlicher Dünger oder Kunstdünger).

 

Des Weiteren sind Parameter wie gelöster Sauerstoff im Wasser durch Pumpen, Temperatur durch Heizkörper, Licht durch zusätzliche Beleuchtung, Luftqualität durch Belüftung und pH-Wert unter ständiger Kontrolle.

Das Ziel ist, dass optimale Bedingungen für die Pflanzen herrschen um höchstes Wachstum gewährleisten zu können.

Die Idee dieser Art von Kultivierung stammt nicht aus unserer Zeit. Die Art des Bodens an einem Ort bestimmte ursprünglich welche Pflanzen dort kultiviert werden können und welche nicht. War der Boden nicht geeignet zum Pflanzenanbau, gab es vielfältige Anstrengungen um den Boden urbar zu machen. Deswegen wurde schon in der Antike nach Alternativen gesucht.

Lebensmittel wieder selber produzieren

Es gibt viele und gute Gründe die eigene Versorgung mit frischen Lebensmitteln selber in die Hand zu nehmen. 

Jeder sollte inzwischen bemerkt haben, dass die industrielle Nahrungsmittelproduktion weder effektiv, noch ökologisch und schon gar nicht gesund ist. Zudem sind die destruktiven Auswirkungen von Monokulturen, der Einsatz von Gentechnik, der massive Einsatz von Pestiziden, Insektiziden, Hormonen, Antibiotika, ... auf Umwelt, Menschen und Tiere bereits deutlich erkennbar.

Obst und Gemüse sind lange nicht mehr so vitaminreich wie früher. (1)

Ausgelaugte und schadstoffbelastete Böden führen zu einem drastischen Verlust an Mineralstoffen und Vitaminen in der Nahrung. Doch nicht nur die Böden sind belastet, auch die Luft. Die vorgefundenen Häufigkeiten und Konzentrationen von Metallen wie Aluminium, Barium, Strontium oder auch Mangan in der Luft waren erschreckend für die Bürger-Initiative Sauberer Himmel. Ausgerechnet diese Metalle sind aufgrund ihrer chemischen Eigenschaften und durch zahlreiche Patente in Verdacht geraten, mit den Chemtrails versprüht zu werden.  Eine starke Luftverschmutzung ist akut vorhanden und kontaminiert sämtliche Umweltbestandteile und macht uns krank. (2)

Wie also kann man heute selbstbestimmt gesunde und frische Lebensmittel produzieren? Vor allem, wenn man keinen Garten hat?

Die Lösung liegt in der Hydroponik.

Was bedeutet Hydroponik? 

Unter Hydroponik versteht man die Kunst, Pflanzen im Wasser zu kultivieren. Das Wort stammt aus dem Griechischen: "Hydro" = Wasser und "Ponos" = Arbeit. Diese Kulturmethode exisitierte bereits im alten Babylon.

Pflanzen können sich sehr gut in Wasser entwickeln, aber nur unter bestimmten Bedingungen: Dieses Wasser muss leben.
Egal in welchem Medium Pflanzen wachsen, sie nehmen ihre Nahrung immer in Form von in Sauerstoff gelösten Ionen auf. Im Wasser müssen Nährstoffe und Sauerstoff ersetzt werden, sobald sie aufgebraucht sind. 

Das Grundkonzept ist einfach: Wenn die Wurzeln der Pflanze in fliessendes Wasser gehängt werden, nimmt diese Sauerstoff und Nahrung schneller auf. Ist der Sauerstoffgehalt ungenügend, gedeiht die Pflanze langsam.
Wenn die Nährlösung mit Sauerstoff gesättigt ist, wird das Wachstum der Pflanze beschleunigt.

Die Aufgabe: Wasser-, Dünger- und Sauerstoffzufuhr mit den Bedürfnissen der Pflanze in Einklang zu bringen, um einen optimalen Ertrag und Produkte bester Qualität zu erhalten. 
Um beste Ergebnisse zu erzielen sind auch Faktoren wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Lichtintensität, CO2-Gehalte und Belüftung ausschlaggebend.

Hydrosysteme sind unabhängig von den Launen der Natur [Geoengineering] und lassen eine höhere Produktivität zu, als beim traditionellen Gärtnern.
Die Versorgung mit Nährstoffen kann besser kontrolliert werden. 
Es werden beachtliche Mengen an Düngemitteln und Wasser gespart, es sind keine Herbizide, Pestizide, Inektizide, ... notwendig.
Es gibt hydroponische Dünger, deren Zusammensetzung so perfekt ist, dass sie in den Pflanzen keinerlei Schwermetalle oder Giftstoffe hinterlassen und es gibt Bio-Dünger für Bioponik. 
 

Es gibt zahlreiche Varianten der verschiedenen Techniken von Bewässerungssystemen und wer genügend Geld hat, kann direkt ein solches System kaufen und benutzen. Die meisten werden es aber vorziehen selber eine Anlage zu bauen, da es erstens kostengünstiger ist und zweitens eine solche Anlage individuell angepasst werden kann. Wenn die Anlage läuft, braucht man nur noch für den rechtzeitigen Nachschub an Pflanzen zu sorgen.

Bei fachkundiger Verwendung trägt Hydroponik zum Natur- und Umweltschutz bei und kann die Ernährungsprobleme lösen. 

Im Blog Hydro werden wir unser eigenes Projekt, ein vertikaler Küchenkräutergarten, vorstellen, sowie weitere interessante und nützliche Informationen zur Hydroponik, Aeroponik und Aquaponik sammeln.
Zu den Hydro FAQ's

Quellen:

(1) Obst und Gemüse verlieren immer mehr an Nährstoffen - http://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/obst-gemuese-verlieren-a-naehrstoffen

(

2) Sauberer Himmel: Untersuchungen von regenwasser, Polymerfasern & wissenschaftliche Grundlagen 

Informationen zur Hydroponik:

https://hydroponik.eu/

http://de.eurohydro.com/