von Volker Hahn

Schon der Artikel über die Wahrheit hinter dem industriell hergestellten Tierfutter hat die enge Verbindung zwischen den glänzenden Geschäften der Tierfutter-Industrie und einer immer stärkeren Zunahme von „Wohlstandskrankheiten“ bei unseren Haustieren deutlich werden lassen.

Tiere werden durch falsche Ernährung und mangelnde Bewegung krank, was dann wieder durch den Tierarzt behoben werden muss. Nun empfehlen ausgerechnet viele Tierärzte industriell hergestelltes Futter und verhelfen damit nicht nur den Herstellern zu einem Milliardengeschäft, sondern auch sich selbst zu mehr Geld und der Pharma-Industrie zu Aufträgen.

Wie also hängt das genau zusammen?

Zunächst einmal ist der Tierarzt ja eigentlich nur zur Behandlung von Erkrankungen unserer tierischen Freunde da, genau wie der Hausarzt für unsere Beschwerden. Und genau wie bei uns gibt es natürlich auch bei Tierärzten nicht nur den Eid auf die Gesundheit der Patienten, sondern auch ganz handfeste wirtschaftliche Interessen. Das wird sogar aus den eigenen Reihen bisweilen scharf kritisiert. Ansonsten jedoch sind sich Tierärztelobbyisten und Pharmavertreter so nah, dass es einem schon fast schlecht werden muss.

Gearbeitet wird dabei vor allem mit der Angst der Patienten bzw. der Tierhalter um die Gesundheit ihrer Schützlinge. Das Resultat sind dann oft genug unnötige oder überteuerte Behandlungen in Tierarztpraxen, die oftmals sogar mehr schaden als nutzen – wenn man unabhängigen Experten glauben mag. So manches Tier wird sogar erst durch die Diagnose zum behandlungsbedürftigen Objekt. Schuld daran sind laut Kritikern „die Verflechtungen zwischen Tierarzt- und der Pharma- bzw. Futtermittelindustrie, die ordentlich Kasse machen wollen.“ (1)

 

 

Impfstoffe können Hunde krank machen!

Zu den häufigsten Fehlern gehören dabei unnötige Impfungen, denn in vielen Tierarztpraxen werde zu oft alles gespritzt, was der Pharmavertreter so in seinem Angebot habe – und eben nicht, was medizinisch wirklich notwendig ist. Der eher medizinisch unbeleckte Tierhalter wird vielfach zu Dingen gedrängt, die er weder beurteilen noch guten Gewissens ablehnen kann, wenn ihm sein Tier am Herzen liegt.

Dagegen stehen Fakten, die aber nur selten an die Öffentlichkeit gelangen, so wie diese Meldung: „Erst kürzlich verkündete die britische Tierschutzorganisation Canine Health Concern, dass Impfstoffe Hunde krank machen könnten.“ (2)

Ein besonderes Problem scheinen gerade bei Impfungen an Hunden die häufige Zahl der Auffrischungsimpfungen zu sein, an denen von verschiedener Seite Kritik geübt wird. Jeder Tierhalter muss sich also selbst fragen und damit seinen Tierarzt, ob eine Impfung tatsächlich notwendig ist und wie lange der Impfschutz wirklich vorhält. Wenn ein Tierarzt solche Fragen nicht, ausweichend oder nur widerwillig beantwortet ist es sicher höchste Zeit für einen Wechsel.

Den unkontrollierte Einsatz von Antibiotika gibt es auch beim besten Freund des Menschen 

Neben überflüssigen Impfungen stehen auch übermäßige Wurmkuren im Fokus der Kritik unabhängiger Experten sowie die Verabreichung chemischer Zecken- und Floh-Mittel, zu denen es jeweils biologische und billigere Alternativen gebe. Ebenso heftig kritisiert – und da gibt es eine augenfällige Parallele zur Humanmedizin – wird der unkontrollierte Einsatz von Antibiotika, der zu Unverträglichkeiten und der Bildung von Resistenzen führt. (3)

Gerade im letztgenannten Fall darf man fragen, warum sich die durch zahlreiche kritische Berichte und unabhängige Expertisen in der Humanmedizin durchgesetzte Zurückhaltung bei der Antibiotikagabe nicht auch in der Tiermedizin umsetzt.

Und damit kommen wir wieder auf unsere Ausgangsthese zurück, wonach es eine nicht zu unterschätzende Komplizenschaft zwischen Tiermedizinern, Futtermittel-Industrie und Pharma-Konzernen gibt, wenn es um das Geld der Tierhalter geht.

Die Pharmaindustrie interessiert sich nicht für Ihren Hund, sondern nur für Ihr Geld!

Oder anders ausgedrückt: Hier wurde offenbar ein kommerzieller Kreislauf eigens dafür geschaffen, um die finanziellen Interessen der direkt davon Profitierenden zu bedienen – zu Lasten der Tiere und der Tierhalter. Also auch zu Lasten von Ihnen: „Wenn unnatürliche Tiernahrung die Gesundheit von Haustieren gefährdet, dann bedeutet das auch, dass die lauschige Beziehung zwischen Tiernahrungs-Herstellern und dem Berufsstand der Veterinärmediziner sowohl den Tieren als auch den Tierhaltern und dem Berufsstand der Veterinärmediziner Schaden zufügt.“ (4)

Die Pharma-Industrie kommt dann an der Stelle ins Spiel, wo die vielfach künstlich erzeugten gesundheitlichen Probleme dann wieder aufwändig, gegen entsprechend hohe Summen für Tierarzt und Medikamente, repariert werden müssen. Einfach ein geradezu genialer ökonomischer Kreislauf, wenn man nicht gerade Tier oder Halter ist.

Dienlich ist an allen Ecken und Enden ein wahres Bombardement an Werbung, egal ob für Tiernahrung oder für Medikamente. Im Bereich der Pharma-Industrie ist man da auch bekanntermaßen bei der Unterstützung der Mediziner auf allen anderen Ebenen nicht eben knauserig. Daneben gewinnt sie durch alle diese Maßnahmen eine zunehmende Deutungshoheit über die Frage: krank oder gesund. Und wer diese Deutungshoheit besitzt, der kann ordentlich Kasse machen. Dabei ist die Pharma-Branche gar nicht wirklich so innovativ, wie sie uns immer wieder glauben machen will. Tatsächlicher Fortschritt jedenfalls wird wohl immer mehr zur Mangelware. (5)

 

So haben wir trotz allem unseren eigenen Verstand, um uns aus dieser Situation zu befreien. Ein Gedanke der Aufklärung im Übrigen. Es geht darum, aus den Fakten die richtigen Schlüsse zu ziehen und die eigenen Interessen und die unserer Haustiere zu vertreten. Weder die Tiernahrungs-Industrie noch die Veterinärmediziner oder die Pharma-Branche sind das Maß aller Dinge, sondern einzig und allein: Gesundheit und Wohlergehen von uns und unseren Tieren.

(1) Quelle / Zitat: Bild
http://www.bild.de/ratgeber/2011/haustiere/so-wird-das-haustier-krank-gedoktert-behandlungsfehler-tierarzt-17249044.bild.html

(2) Quelle / Zitat: Zentrum der Gesundheit
https://www.zentrum-der-gesundheit.de/impfungen-tiere-ia.html

(3) Quelle:          Bild
http://www.bild.de/ratgeber/2011/haustiere/so-wird-das-haustier-krank-gedoktert-behandlungsfehler-tierarzt-17249044.bild.html

(4) Quelle / Zitat: Nexus Magazin
http://www.nexus-magazin.de/artikel/lesen/kommerzielles-tierfutter-und-folgeschaeden?context=category&category=2

(5) Quelle:          FAZ
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/das-geschaeft-mit-der-krankheit-wie-tickt-die-pharmaindustrie-1459116.html

Quelle: http://www.watergate.tv/2017/01/12/volker-hahn-so-macht-die-pharmaindustrie-ihr-haustier-krank/