Hydroponik,

  • Aufzucht von Jungpflanzen

    Autor: Harry Pilawski
    Quelle: https://hydroponik.eu/aufzucht-von-jungpflanzen/

    Heute geht es um die Zeit zwischen der Aussaat des Saatguts (Körner, Kerne oder was auch immer) und die Verpflanzung der Jungpflanzen. Also die Aufzucht von Samen.
     
    Der erste Schritt dazu ist die Auskeimung der Samen.
     
    Samen werden im klassischen Sinne mittels einfacher feuchter Tücher auf der Fensterbank ausgekeimt.
    Es ist billig und der Aufwand ist sehr niedrig. Der Nachteil ist, dass es lange dauert, die Pflanzen unterschiedlich auskeimen und die Ergebnisse immer sehr unterschiedlich sind.
     
    Wer mehr will, holt sich ein Minigewächshaus oder eine Aufzuchtstation.
     
    Das Minigewächshaus ist im Winter jedoch auf die Beheizung des Zimmers angewiesen. Die Aufzuchtstation ist größer und hat die Heizung in der Kunststoffschale integriert. Beide kommen ursprünglich aus dem Gartenbau für die einfache und komfortable Vermehrung von Saatgut und Stecklingen.
     
    Was benötigst du noch zur Aufzucht von Samen?
    Richtig. Ganz viel Licht.
     
    Auch hier gibt’s eine billige Lösung in dem du einfach eine kleine Schreibtischlampe benutzt. Oder du benutzt so eine leistungsfähige Lampe. Wenn du z. B. Salat aufziehst, empfehle ich dir intensives Licht bis max. 2500 lux.
     
    Die meisten Keimlinge benötigen zum optimalen Wachstum zwischen 18oC und 21oC  und 12 Stunden Licht pro Tag. Ich schreibe bewusst „die meisten“. Wenn du dich für eine Pflanze entschieden hast, versuche heraus zu finden welches die optimalen Wachstumsparameter sind für die Pflanze. Jede hat ihre eigenen optimalen Bedingungen. Z. B. sind für Gurken 15oC voll in Ordnung zum Keimen.
     
    Die Jungpflanzen sollten solange aufgezogen werden bis sie lange Wurzeln haben. Denn nur wenn Jungpflanzen längere Wurzeln haben, funktioniert Hydroponik. Dies dauert bei Salat 15-20 Tage. Auch da unterscheidet sich die Dauer bevor in Hydrosysteme verpflanzt werden kann.
     
     
    In nächsten Newsletter zeige ich dir kurz und bündig auf, was die Aeroponik ausmacht. Also was ist so speziell daran.
     
    Also schau mal rein!
     
     
    Viel Erfolg!!!
     
    Harry
  • Hydro FAQ's

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  • Hydroponik, Aeroponik & Aquaponik

    Autor: Harry Pilawski
    Quelle: https://hydroponik.eu/

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    Was ist Hydroponik?

    Hydroponik kommt aus dem englischen (hydroponics) und ist definiert als: Die Praxis Pflanzen ohne Erde in einer wässrigen Nährflüssigkeit zu kultivieren.

    Abbildung: Skizze eines Hydroponiksystemes mit "Ebbe und Flut - Technik"
    Abbildung: Skizze eines Hydroponiksystemes mit „Ebbe und Flut – Technik“

    Hydroponik leitet sich ab von „Hydro“ (griechisch Wasser) und „Ponos“ (griechisch Arbeit des Wassers). Diese Technik wurde das erste Mal wissenschaftlich von Dr. W. F. Gericke in den 1930er beschrieben. Sein Ziel war es, Pflanzen unabhängig vom Erdboden zu kultivieren.

    Im Prozess des hydroponischen Gärtnerns befinden sich die Wurzeln von Pflanzen (meistens Gemüse, Früchte oder Blumen) in einem inerten Substrat aus anorganischem (Tonkugeln, Steinwolle und andere Gesteinsarten) oder organischem Material (Torfgranulat, Kokosnuss-Chips, Sägemehl usw.).

    Dieses Substrat wird kontinuierlich oder periodisch von nährstoffreichem Wasser (Nährmedium) durchtränkt. Das Nährmedium kann durch Bewässerungssysteme unterschiedlicher Geometrie fließen (wie PVC-Rohre) und wird meist künstlich hergestellt (natürlicher Dünger oder Kunstdünger).

     

    Des Weiteren sind Parameter wie gelöster Sauerstoff im Wasser durch Pumpen, Temperatur durch Heizkörper, Licht durch zusätzliche Beleuchtung, Luftqualität durch Belüftung und pH-Wert unter ständiger Kontrolle.

    Das Ziel ist, dass optimale Bedingungen für die Pflanzen herrschen um höchstes Wachstum gewährleisten zu können.

    Die Idee dieser Art von Kultivierung stammt nicht aus unserer Zeit. Die Art des Bodens an einem Ort bestimmte ursprünglich welche Pflanzen dort kultiviert werden können und welche nicht. War der Boden nicht geeignet zum Pflanzenanbau, gab es vielfältige Anstrengungen um den Boden urbar zu machen. Deswegen wurde schon in der Antike nach Alternativen gesucht.